Willkommen im Hotel Hellfeld

Hellfelder Hochzeitsfibel

Sehr geehrtes Brautpaar,

Sie wollen in Kürze den gemeinsamen Schritt ins Eheleben tun.
Fast alle von Ihnen werden den Hochzeitstag mit großer Sorgfalt vorbereiten. An so manches ist rechtzeitig zu denken, die verschiedensten Dinge sind zu organisieren. Vielleicht finden Sie auf dieser Seite die eine oder andere Anregung, wie Sie den Tag der Eheschließung zu einen ganz besonderen Höhepunkt gestalten können.  

Übersicht der notwendigen Hochzeitsvorbereitungen


* Sind alle notwendigen Papiere zur Anmeldung für die standesamtliche Trauung vorhanden?
* Haben Sie auch alle Papiere für die kirchliche Trauung?
* Ist Ihre Gästeliste komplett für den Polterabend, den kleinen Sektempfang nach der standesamtlichen Trauung und für die Hochzeitsfeier?
* Steht der Termin für Polterabend und Hochzeit auch im Terminkalender des Hotels oder des Restaurants, in dem gefeiert werden soll( weiß man dort, wieviele Gäste kommen werden)?
* Haben Sie die Tischdekoration besprochen?
* Haben Sie die Menüvorschlage oder das Kalt/warme Büfett besprochen?
* Haben Sie auch daran gedacht bei Ihrem Arbeitgeber um Urlaub nachzufragen?
* Haben Sie Ihre Trauzeugen daran erinnert, daß deren Personalausweise gültig sein müssen?
* Haben Sie die Hochzeitsanzeigen von der Druckerei abgeholt und die Adressen geschrieben?
* Denken Sie bitte daran, die Hochzeitsanzeige vier Tage vorher der Tageszeitung in Auftrag zu geben!
* Haben Sie mit den Brautjungfern und den Kindern, die die Blumen streuen werden den Ablauf der Zeremonie besprochen?
* Haben Sie schon die Kutsche/Taxi und den Blumemschmuck bestellt?
* Wenn Sie kirchlich heiraten, denken Sie auch an die Ausschmückung der Kirche und die Auswahl der Orgelmusik!
* Prüfen Sie noch einmal Ihre Gaderobe und was dazugehört!
* Wenn Sie auswertige Gäste erwarten, buchen Sie die nötige Anzahl der Hotelbetten und bitten Sie das Hotel um schriftliche Bestätigung!
* Wenn Sie sofort nach der Trauung ins Ausland verreisen wollen, benötigen Sie für die Braut einen geänderten Personalausweis bzw. Reisepaß. Damit Sie keine lange Wartezeit ertragen müssen, besorgen Sie sich vorher beim Einwohnermeldeamt die notwendigen Ummeldeformulare.
* Haben Sie schon einen Fotografen bestellt und einen Friseurtermin gemacht?
* Haben alle Ihre lieben Freunde und Verwaldten, die Ihnen etwas schenken wollen, eine Wunschliste von Ihnen erhalten?
* Haben Sie auch an die persönlichen Geschenke für Ihren Partner gedacht?
* Haben Sie die Verlobungsringe zum Juwelier gebracht, damit das Hochzeitsdatum eingraviert wird?
* Wenn Sie Polterabend zu Hause feiern wollen, haben Sie sich vom Partyservice ein Angebot eingeholt und Ihre Nachbarn informiert oder eingeladen?
* Haben Sie schon den Brautstrauß ausgesucht und bestellt?
 
Der Polterabend


Er ist heutzutage ein fröliches Fest, daß Braut und Bräutigam mit ihren Freunden und Verwandten als Abschied vom Junggesellendasein feiern. Das Poltern ist ein alter Brauch aus dem 16. Jahrhundert. Meist am Vorabend der Hochzeit wird Geschirr aus Steingut oder Porzellan (kein Glas, das bringt Unglück) zerschlagen; die Scherben bringen Glück, und der Lärm verscheut die bösen Geister. Ganz wichtig: das Glück stellt sich aber nur dann ein, wenn das Brautpaar die Scherben gemeinsam zusammenfegt. Wenn die Brautleute keinen Polterabend feiern möchten, dies aber in ihren Umfeld sonst üblich ist,tun Sie gut daran,dies auch unmißverständlich mitzuteilen, um keine böse Überraschungen zu erleben. Der Polterabend ist die ideale Gelegenheit, um mit all denjenigen zu feiern, die man zur Hochzeitsfeier nicht einladen kann (oder will). Willkommen sind alle, die gern dabaisein wollen: Verwandte, Freunde, Kollegen, Vereinskamerade und Nachbarn - diese sollte man rechzeitig informieren
 
Einladung zum Hochzeitsfest

Um die bevorstehende Vermählung bekannt zu geben, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

Das Zeitungsinserat
Das Einladungsschreiben
Die Einladungskarten
 
Die Ringe

Der Ring besitzt als Ehepfand eine große Bedeutung und steht weit über den anderen Ehepfändern wie Taschentuch, Messer, Schere, Nadel, Ehepfennig und anderem, womit man früher das Eheversprechen bestätigte. Niemand vermag zu sagen, wann es die ersten Ringe gab; denn das Material, aus dem die ersten Fingerringe geschaffen wurden, hatte keinen bleibenden Wert: sie waren aus geflochenem Gras. In den ältesten Kulturen waren die Ringe Standessymbol, Amulett, Talisman oder Siegelhalter. Im Material setzten sich schnell die Edelmetalle Gold und Silber durch, und schon seit den Zeiten der ägyptischen Dynastien dienten sie als Schmuck. In der Antike und dann im Abendland war Gold hauptsächlich ein Zeichen der Macht. Im frühen Mittelalter erhielten die Ringe bei uns überwiegend religiöse Bedeutung und aus dem 14. Jahrhundert stammen die ersten Verlobungsringe. Sich mit Gold und Edelsteinen zu schmücken, war bis zum 18. Jahrhundert ein Vorrecht der Männer. Der Diamant trat seinen Siegeszug im Barock an. Zum Zeichen eines gegenseitigen Treuegelöbnisses wurde der Ringwechsel unter starker Mitwirkung der Kirche eingeführt und meistens wechselte man - wie heute - erst während der Trauung die Ringe. Nach einem Aberglauben verliert der die Liebe des Ehepartners, wer den Ring verliert. Deshalb - niemals den Ring ablegen! Wollen Sie Ihre Ringe vor dem Traualtar wechseln, so gilt bei beiden Konfessionen die weltliche Eheschließung als Voraussetzung hierfür. Der evangelische oder katolische Pfarrer darf Sie also nur trauer, wenn ihm die standesamtliche Heiratsurkunde vorliegt.
 
Brauchtum aus Mecklenburg


Der Küster zieht von Haus zu Haus und lädt die Hochzeitsgäste ein. In jedem Haus wird ihm etwas an die Kleidung genäht, ein Tuch, ein Band, getrocknete Sträußchen, bis er "as`n Peijatz", wie ein Bajazzo, aussieht. Am Abend vor der Hochzeit kommen die Frauen und Mädchen in das Brauthaus und helfen bei der Festvorbereitung. Am Hochzeitsmorgen sitzt die Braut in der ersten vierspännigen Kutsche. Sie wird begleitet von ihrem Gefolge: vier "Brudjunkfers" (Brautjungfern), vier "Spittsmäkens" (Spitzmädchen), vier "Bruddeners" (Brautdiener), zwei "Truleiders" (Trauführer), zwei "Gleitriders" (Begleitreiter) und zum Schluss noch zwei "Waogenhöllers" (Wagenhalter), welche verhindern müssen, daß der Brautwagen umstürzt, z. B. bei der Verteidigung des Brauthahns. In der Mitte des Wagens, auf einer langen hölzernen Stage, ist ein faßförmiges Gestell angebracht. Obenauf steht der Hahn, ringsherum hängen an Bänder Äpfel und Nüsse herab. Dem Brautwagen folgen die Musikanten in einer zweispännigen Kutsche. Die Braut wird bei der Schneiderin geschmückt und beim Brauthaus findet anschließend das Wettreiten nach dem Brauthahn statt. Wer ihn zuerst erreicht ist König. Unter dem Läuten der Kirchenglocken ziehen Braut und Gefolge in die Kirche. Wen die Braut sich links am Altar aufgestellt hat, wird der Bräutigam mit seiner Avantgarde von Brautdienern "ok to Kirk blaos`t", auch zur Kirche geblasen. Nach der Trauung geht es zurück ins Brauthaus, mit Musik, einer üppigen Mahlzeit und einem Hochzeitsball wird bis zum Morgengrauen gefeiert.